Albert Einstein: „Der Mensch kann in seinem kurzen und gefahrenreichen Leben einen Sinn nur finden, wenn er sich dem Dienst an der Gesellschaft widmet.“

huscholz: Ist das eine Antwort auf die Sinnfrage?
Und wenn ja, warum ergibt das einen Sinn?

Zu Beginn des Lebens bleibt dem kleinen Wesen nichts anderes übrig, als zu nehmen. Dafür, dass das klappt, hat die Natur mit dem Kindlichkeitsschema und dem Mutterinstinkt vorgesorgt. Nur wenig später gilt beim Kleinkind, was sie sehen, wollen sie haben.
Manche Menschen behalten das bei und nehmen ihr Leben lang, ohne zu geben.
Mit dem Erwachsenwerden setzt das Verdienen ein und für den Verbrauch das Ausgeben. Eingebettet in eine Konsum- oder Leistungsgesellschaft übernimmt der Mensch eine Rolle innerhalb der Produktion oder der Dienstleistung. Sein Konsum und seine Leistung sind eingebettet in Möglichkeiten, Wollen, Wünschen und Können, alles fließende Größen und vielen Einflüssen ausgesetzt.
Ein Rückzug des Einzelnen auf seine Scholle oder das Durchsetzen seiner Rechte ist dabei wie Nehmen ohne Geben, ein Einfügen in das Vorhandene, für das andere schon sorgen.
Das Vorhandene ist die Gesellschaft, existierend in den Gegebenheiten. Da von nichts nichts kommt, muss für die Gesellschaft und die Gegebenheiten gesorgt werden. Das Besorgen bedeutet Erhalt und Entwicklung. Erhalt, um dem Verfall entgegenzuwirken und Entwicklung, weil Stillstand schon Einschlafen bedeutet.

Nehmen von Gesellschaft geht klar, man will ja leben. Aber das Geben ist auch erforderlich und das ist der Dienst an der Gesellschaft, über die Pflichterfüllung oder den eigenen Tellerrand hinaus. Anders ausgedrückt, statt Wegsehen Einmischen, statt nur Fordern Liefern und Fordern. Und somit gemäß Einstein Sinn im Leben finden.